Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

In den letzten Jahren ist die Anzahl privat versicherter Menschen sukzessiv gestiegen. Gründe dafür werden im folgenden Artikel erläutert. Vorab muss jedoch eine genaue Abgrenzung zur gesetzlichen Krankenversicherung erfolgen.

Das erste Unterscheidungskriterium ist der Preis. Bei der gesetzlichen Krankenversicherung, kurz GKV, richtet sich der zu zahlende Beitrag nach dem Einkommen des Versicherten. Im Gegensatz hierzu sind die Auswahlmodalitäten bei der privaten Krankenversicherung, PKV, weitaus komplexer. Nicht nur das Gehalt ist entscheidend, sondern ebenso das Eintrittsalter, das Geschlecht, der Beruf sowie die physische Verfassung des Antragstellers.

Dementsprechend gewährleistet die PKV im Falle einer Erkrankung die bestmögliche medizinische Versorgung. Oftmals hat man den Eindruck, dass Privatversicherte bevorzugt werden. Dies kann jedoch nicht wissenschaftlich belegt werden. In der Regel genießen gesetzlich Versicherte den gleichen Schutz. Ein enormer Unterschied zur GKV liegt darin, dass bei der PKV der Schutz und die Versorgung selbst bestimmt werden können. Leistungen, wie z.B. ein Einzelzimmer bei Krankenhausaufenthalt, lassen sich tariflich vereinbaren. In Folge dessen kann natürlich auch der zu erbringende Beitrag stark variieren.

Eine PKV ist jedoch nicht für Jedermann zugänglich. Erwerbstätige sind bis zu 48.150€ pro Jahr oder 4.012,50€ brutto im Monat versicherungspflichtig, d.h. sie müssen sich gesetzlich versichern. Durch eine private Krankenzusatzversicherung (kein Synonym für PKV) kann die GKV jedoch qualitativ gesteigert werden. Sollte das Gehalt über den angegeben Grenzen liegen, steht es jedem frei, ob sie sich privat oder gesetzlich versichern.

Die Ausnahme stellen Selbstständige und Freiberufler dar. Menschen in diesen Berufsgruppen müssen sich nicht gesetzlich versichern, sodass sie eine PKV abschließen könnten. Bei Beamten und Soldaten gilt die freie Heilfürsorge, die einen großen Teil der Kosten übernimmt und die gesetzliche Versicherungspflicht aufhebt.

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Schlussendlich muss man nach dem Nutzen bzw. den Vorteilen einer PKV fragen.

Ein weit verbreiterter Irrtum ist die Annahme, dass eine PKV prinzipiell kostenintensiver sei als eine GKV. Diese pauschale Behauptung ist schlichtweg falsch. Der Einzelfall muss betrachtet werden. Durchaus kann an Stelle einer GKV eine PKV für eine Familie günstiger sein. Die Praxisgebühr müssen privat Versicherte beispielsweise nicht zahlen.

Der zweite und entscheidende Punkt ist die Individualisierung der Versicherung. Der Versicherte kann sich die Versicherung äquivalent zu den persönlichen Bedürfnissen zurechtschneiden. Dies ist der signifikante Unterschied zur GKV.

Dem Vorwurf einer gesundheitlichen Klassifizierung kann durchaus widersprochen werden. Divergent zur GKV erhalten privat Versicherte kein Krankengeld und keine Zuschüsse bei Kuren. Des Weiteren entfallen auch Kinderkrankengeld, sowie die Gebührenerstattung von erforderlichen Haushaltshilfen. Diese Leistungen sind in der GKV mit inbegriffen.

Zusammenfassend betrachtet bietet die PKV enorme Versorgungsvorteile. Das nötige „Kleingeld“ darf obgleich nicht fehlen. Darüber hinaus sollte man möglichst gesund sein, damit eine tarifliche Einsparung, im Vergleich zur GKV, stattfindet. Die angebliche „Besserstellung“ von privat Versicherten und das damit verbundene Konstrukt der Zwei-Klassen-Medizin ist nicht empirisch belegbar und somit ein Mythos der Gesellschaft bzw. die subjektive Meinung einiger Weniger.

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